Donnerstag, 8. Oktober 2009

Ayutthaya

Von 1351 bis 1767 ein thailaendisches Koenigreich im Norden des Landes; heute noch Weltkulturerbe der UNESCO, beherbergt die Stadt zig Tempel und was noch von ihnen uebrig ist. Auch ich trampelte einen Tag lang durch diverse Anlagen und Mauerreste und musste bisweilen feststellen, dass der Begriff Tempel ein sehr dehnbarer ist.






Nicht der Figur, der Flexibilitaet wegen, entschied ich mich dazu ein Fahrrad auszuleihen und damit einen Tag lang die Stadt und ihre Umgebung zu erkunden. - Das Fahrradfahren war teilweise so wild und unuebersichtlich, in Neuseeland haetten sie daraus schon laengst eine Extremsportart gemacht.




Halte ich an einem vermeintlichen Kiosk an, um ein Wasser zu kaufen. Der Typ hat nicht schlecht gestaunt, als ich mit dem Fahrrad an seine Tankstelle fuhr. Als auch ich endlich begriff, dass es eine Tankstelle ist, da mussten wir beide lachen.


Keine Sau scheint sich fuer den Tempel zu interessieren.



Tempel im Khmer Stil



Pi Kung und die Kinder fuehrten mich zu einem entlegenen Tempel. Pi Kung sprach kein Wort English. Er sprach am ersten Tag gar so wenig, dass ich schon annahm er sei stumm. (Als ich deswegen bei den Kindern mein Mitgefuehl bekundete, lachten diese). Am zweiten Tag bekam dann auch ich mit, dass Pi Kung sehr wohl sprechen konnte. Er konnte beinahe einwandfrei sagen: "Attention Attention, the train arrives." -Was daher kam, dass er Zeit seines Lebens in hoerweite des Bahnhofs lebte und noch immer dort lebt. Ansonsten aber haperte es mit seinem English so sehr, dass er, als er mich durch den Tempel fuehrte, immer wieder auf Mauern deutete und dann sagte: "Ohhld ohhhld". Das erheiterte nicht nur mich, sondern auch die Kinder so sehr, dass diese ihn schon "Ting-Tong" (balla balla) getauft hatten.

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